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Percussion Konga Quings

Was machen die Konga Quings? Hören (und sehen!) Sie am besten selbst – das Video zeigt das selbstgeschriebene Stück “Dinner for Quings”:

Rhythmusgefühl und Musikalität sind Voraussetzungen für eine Teilnahme in den Percussiongruppen der Schule. Weitere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, da die „Sprache der Trommel“ in der AG erlernt wird.

Mit unterschiedlichen Anschlagtechniken werden die Instrumente – z.B. Konga oder Djembe (eine afrikanische Trommel) – zum Klingen gebracht. Besonders faszinierend für die Mitwirkenden wie für die Zuhörer ist die Klangvielfalt der Instrumente, die sich im Zusammenspiel in der Gruppe ergibt.

Konga Quings

Die Konga Quings sind auch in den sozialen Medien vertreten. Einige Auftritte sind z.B. auf ihrem eigenen Youtube-Channel zu sehen (folgen Sie dazu diesem Link). Oder Sie besuchen die Facebook-Seite der Konga Quings über diesen Link!

Berichte mit Bezug auf die Konga Quings:

Ein Bericht aus der Gründungszeit der Konga Quings (damals noch “Konrads Konga-Kannibalen”):

“Sambaklänge schallen durch die Flure des Konrad-Adenauer-Schulzentrums. Es ist Freitag Nachmittag, 13 Uhr 45. Der Unterricht ist längst vorbei, wenn Konrads Konga-Kannibalen mit ihren Proben beginnen. Folgt man den Tönen durch die Gänge des Gymnasiums, so wird man in einen der hintersten Räume der Schule geleitet. Denn auch wenn die laute, fremdartige Musik von Schülern und Lehrern akzeptiert und auch geliebt wird, wollen die elf Mädchen unter der Leitung von Bruno Janßen niemanden stören. Doch das ist nicht der einzige Grund, weshalb sie sich außerhalb der normalen Unterrichtszeit treffen. Schließlich üben andere Percussiongruppen im Rahmen des Wahl?Pflicht?Unterrichts (WPU) auch zu anderen Zeiten.

Konrads Konga Kannibalen treffen sich jedoch ganz außerhalb der Schulzeit, da sie sich zu einer eigenständigen Gruppe entwickelt haben und somit nicht zu den WPUKursen gehören.

Dies hat folgende Hintergründe:
Bruno Janßen, dessen Hobby und größte Leidenschaft das Kongaspielen ist und der schon selbst Mitglied einer Percussiongruppe namens Hanta Jo war, bietet seit etwa acht Jahren den WPU-Kurs Percussion an. In den Anfängen standen ihm nur seine eigenen und wenige schuleigene Instrumente zur Verfügung, was sich aber dank des Fördervereins der Schule schnell änderte. So konnte er das Angebot seines Kurses für die Schüler erweitern und immer mehr Interessierte der Mittelstufe entschieden sich für den Percussionkurs. Seitdem träumte Bruno Janßen davon aus einer talentierten Schülergruppe eine eigene Percussionband hervorzubringen. Einige seiner Kurse kamen dann auch dazu, sich bei schulinternen Konzerten oder dergleichen auf der Bühne zu präsentieren. Doch leider ging es nie darüber hinaus.

Bis dann im Oktober der damalige Kurs der Klassen neun und zehn, nachdem er auf einem solchen Schulkonzert gespielt hatte, das Angebot bekam, beim 24-Stunden-Schwimmen im Klever Hallenbad für musikalische Abwechslung zu sorgen.

Der Kurs überlegte (es waren zufälligerweise nur Mädchen), ob es nicht sinnvoll wäre bei einer solchen Veranstaltung als „richtige Gruppe” aufzutreten und kamen zu dem Entschluß, dass sie auch einen Namen bräuchten. So bildeten sie spontan die Konrads Konga-Kannibalen. Dieser Name kam während der Entwürfe für ein Gruppen-T-Shirt zustande, als ein Mädchen ihren Entwurf für ein Logo vorstellte. Unter diesem neuen Namen traten die Mädchen erstmals im Hallenbad auf und fühlten sich nach ihrer Premiere, als hätten sie schon ewig zusammen auf der Bühne gestanden. Im darauf folgenden Winter begannen sie ihre bisher gelernten Stücke auszuweiten und zu verbessern, so dass sie nach einiger Zeit auf Schulveranstaltungen ein weites Programm zu bieten hatten. Nach und nach kamen dann auch erste Einladungen zu Auftritten außerhalb der Schule. So zum Beispiel die VHS?Sommernacht, bei der sie ihre erste Gage mit Klängen aus Afrika, Brasilien und Cuba verdienten. Andere Auftritte (zum Beispiel im SOS-Kinderdorf zum Jubiläum) machten die Gruppe immer bekannter, so dass viele neue Angebote für Auftritte hinzukamen.
Den größten Erfolg, für die Öffentlichkeit und für sich selbst, konnten die elf Mädchen mit B. Janßen bei dem jährlich stattfindenden Kultursommer in Xanten erringen: Sie gewannen den Niederrheinischen Kleinkunstwettbewerb 1999, den sogenannten goldenen Xaver.
Als ihre Teilnahme im Juni feststand, da hieß es für die ganze Gruppe: üben, üben, üben. So standen jetzt (mit Ausnahme der Sommerferien) Proben über Proben an. Doch nicht nur die einzelnen Stücke mussten optimiert werden. Es mussten weitere Stücke in das Programm aufgenommen werden, die Kostümfrage musste geklärt werden und eine Menge anderes gab es zu erarbeiten.

Nach harten Proben konnten die Kannibalen ein reichhaltiges Programm darbieten: Comparsa, Awenje Nakile (ein afrikanisches Stück), Samba ba­tucada und weitere Karnevalsstücke aus Cuba und Brasilien konnten mit Gesängen überzeugend dargebracht werden.
Inder ersten Runde des Wettbewerbs standen die „Urwalddrummer” dann in rot?gelb auf der Bühne und ver­suchten die Fachjury und das Publi­kum zu überzeugen. Mit Erfolg! Alle Mühen hatten sich gelohnt. Nach der Auswertung des Ergebnisses stand fest, dass die Percussiongruppe des Konrad-Adenauer-Gymnasiums zu­sammen mit der Kleinkunstgruppe BAFF auf dem ersten Platz lag, so dass der Weg in das Finale offenstand.

Jetzt musste bis zum 19. September 1999 das Programm noch weiterver­schärft werden. Die improvisierten Kostüme wurden durch professio­nellere, ebenfalls selbstgeschaffene Kostüme ersetzt und ein neues Stück, eine weitere Samba wurde einstu­diert. Ebenfalls das Bild auf der Bühne sollte sich ändern. Bewegung sollte eingebracht werden, so dass einfa­che Tanzschritte zu den Rhythmen entwickelt wurden. Innerhalb weni­ger Wochen verbesserten sich die elf talentierten Mädchen um ein Gewaltiges.
Nach einem gelungenen Probeauftritt zum 30jährigen Jubiläum der Karl­Leisner-Grundschule, zog die Grup­pe optimistisch gestimmt nach Xan­ten. Auch wenn keiner wirklich mit einem Sieg rechnete, so nahmen sich die Mädchen dennoch vor: Denen zei­gen wir’s!
Die Bemühungen zeichneten sich noch einmal aus. Als die Sieger ge­nannt wurden, konnten die „Kanni­balen” es kaum fassen und fielen sich jubelnd in die Arme. Glücklich nah­men sie den goldenen Xaver, eine Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 1500 DM in Empfang.
Danach wurde in einem Xantener Lokal erst einmal gefeiert und die Gruppe beschloss bald einen gemütlichen Kannibalenabend mit selbst­gemachtem Gemüseauflauf und Salat zu machen. Denn so gefährlich der Name dieser Truppe auch klingt, ein Großteil der Gruppe zählt sich zu den Vegetariern. Auf besagtem Abend plante die Gruppe weitere Auftritte, überlegte eine Winterpause zum Pro­ben neuer Stücke einzuführen und beschloss außerdem beim Klever Kar­nevalszug mitzuziehen.

Der nächste Auftritt war dann ein Ex­periment. Die Gruppe spielte zu­sammen mit einem niederländischen Glockenspieler im Rahmen des ersten Klever Orgelfestivals. Ohne je­mals miteinander geprobt zu haben, spielten die Gruppe und der„Glocken­künstler” (Het Beijaard) hervorragend. Noch am gleichen Abend wurden Kon­rads?Konga?Kannibalen für einen zweiten Auftritt an diesem Abend en­gagiert: Sie spielten im Burgtheater zu der Premiere des Disneyfilms Tarzan.
Nach diesen Erfolgen ist eine genaue Planung des neuen Jahres von Nöten, denn schließlich soll die Schule hin­ter lauter Proben und Auftritten nicht zu kurz kommen.
Allerdings sind auch in diesem Jahr schon zeitaufwendige Projekte in An­lauf genommen worden: So haben die Mädchen vom 31. Januar auf den 1. Februar zwei intensive Probetage in der Jugendherberge auf dem Wolfs­berg verbracht. Hier wurden diverse neue Stücke vorbereitet. Darunter eine 6/8 Samba, eine Samba Reg­gae und ein eher meditatives, impro­visiertes Stück, mit ganz anderen In­strumenten als man sie bisher von den Kannibalinnen kennt. Von mor­gens bis abends wurde geprobt, kurze Pausen gab es nach dem Essen. Trotz harter Arbeit hatten alle eine Menge Spass und es wurde einstimmig be­schlossen schon bald noch mal ein Probewochenende durchzuführen.

Da einige der Trommlerinnen selbst Mitglied im Chor sind, mag es sein, dass die musikalischen Stücke bald auch mit einem schönen Gesang unterlegt werden.
Auch die Vorbereitungen für ihren Karnevalswagen kostete den Mäd­chen, B. Janßen und einigen Eltern viel Zeit. Wochenende um Wochen­ende wurde gemalt, gesägt, verschraubt, geklebt…

Doch die Anstrengungen haben sich gelohnt, denn für alle war es etwas ganz besonderes auf einem eigenen Karnevalswagen durch Kleve zu zie­hen, Musik zu spielen, Bonbons zu werfen und Helau zu rufen.
Auf dem Chorkonzert des Oberstu­fenchors am achten April konnten die Kannibalinnen mit ihren Rhythmen die Zuschauer ebenfalls begeistern. Sie boten nicht nur exotische Rhyth­men sondern auch eine Tanzeinlage und Gesang zu ihrer Musik. Da war es sicherlich von Vorteil, dass einige der Mädchen bereits längere Zeit im Chor agieren, so dass es keine große Schwierigkeit für sie war, auf der Bühne überzeugend zu singen. Aber dies alles bietet nur den Auftakt eines durchweg geplanten „Konga­jahres”. Schon bald wollen die Elf mit B. Janßen weitere Auftritte in diesem neuen Jahrtausend starten. Darunter auch ein Auftritt im Rahmen der 1250 Jahrfeier Kellens: Am 28. Mai sind „die Wilden” in Kellen los und dürften dann mit weiteren neuen Stücken überraschen, da sie kurz vor­her ein verstärktes Probenprogramm planen.

Auch privat widmen sich die meisten der Mädchen ihrem Kannibalenda­sein: sie nehmen Privatunterricht in Percussion, sei es Konga, Djembe (eine afrikanische Trommel) oder auch allgemein Percussion oder Schlag­zeug. Das ist eine ungemeine Er­leichterung für das Einüben unbe­kannter Stücke. Rhythmusgefühl ha­ben auf jeden Fall alle von ihnen. Und eine Kostprobe sollten sie wirklich nicht verpassen.”

Text: Juliane van Driel

Konrad Adenauer Gymnasium Kleve

Konrad Adenauer Gymnasium Kleve