Main menu

Schüler aus dem Jg. 8 brachten in Skype-Konferenz FSC-Geschäftsführer und WWF-Experten zusammen

Wer würde wissentlich tropischen Regenwald verfeuern, um ein paar Würstchen zu grillen? Leider können Grillfreunde dies nicht sicher ausschließen. Der WWF untersuchte handelsübliche Grillkohlen und seine Ergebnisse sind erschreckend: In 40 Prozent der Grillkohlen fand der WWF tropische Hölzer. Skandalöser Spitzenreiter der Verbrauchertäuschung war eine Grillkohle, die mit dem Aufdruck „kein Tropenholz“ warb, laut Laboranalyse jedoch ausschließlich aus solchem bestand. In mehreren Kohlesäcken wurden auch Ulme, Padouk und Bongossi gefunden – allesamt Holzarten, die vom Aussterben bedroht sind.
 
Am kommenden Montag sendet die ARD von 23.45 Uhr bis 0.30 Uhr den unter der Federführung von Johannes Zahnen (WWF/WDR) erstellten Film: „Das schmutzige Geschäft mit der Grillkohle“, der wiederholt wird am 3.7. im ARD um 4.45 Uhr, am 5.7.auf Tagesschau 24 um 20.15 Uhr und dort auch am 7.7. um 14.15 Uhr, am 10.7.um 19.15 Uhr und am 14.7. um 9.15 Uhr. 

Im Vorfeld der Sendung gelang Schülern des Konrad-Adenauer-Gymnasiums etwas Außergewöhnliches. Sie brachten am 29.7. in einer Skype-Konferenz den Geschäftsführer von FSC Freiburg, Herrn Dr. Sayer, und dem oben schon genannten Holzexperten des WWF und Fernsehautor Johannes Zahnen zu einer Diskussionsrunde zusammen.

Die Schüler der Jahrgangsstufe 8 des Konrad-Adenauer-Gymnasiums wollen sich dafür einsetzen, dass zukünftig gar kein Tropisches Holz für Grillkohle in zertifizierten Verpackungen zu finden sein wird. Daher plädieren sie dafür, dass Händler, die Tropenholz importieren, gemäß der EU-Holzhandelsverordnung nachweisen müssen, dass das Holz aus legalem Einschlag stammt. Diese Verordnung für allgemeine Holzprodukte gilt noch nicht für Holzkohleprodukte. Nachweise hierfür sind laut Gesetzgeber bisher nicht erforderlich. Bisher!
Text / Foto: Wolfgang Tyssen
Konrad Adenauer Gymnasium Kleve

Konrad Adenauer Gymnasium Kleve