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Konrad-Adenauer-Gymnasium: erste Fairtrade-Schule im Kreis Kleve

Am Freitag dem 8. Dezember 2017 war es soweit: Das Konrad-Adenauer-Gymnasium wurde zur ersten Fairtrade-Schule im Kreis Kleve ausgezeichnet. Frau Gisela Welbers von der Neusser Eine-Welt-Initiative übernahm im Auftrag von „Fairtrade“ in Köln diese Auszeichnung vor. Zur Feier waren geladene Gäste der Stadt und aus der Politik gekommen. Dazu bot das Adenauer-Gymnasium ein musikalisches Programm mit den Kongas, der Big Band und dem Unterstufenchor an. Leckeren Kuchen gab es auch – natürlich Fairtrade!
Den fairen Handel zu unterstützen, also Kleinbauern in den Entwicklungsländern einen besseren und sicheren Lohn zu ermöglichen, Kinderarbeit zu verhindern und einen Beitrag zur ländlichen Entwicklung zu leisten, ist schon lange ein Thema am Adenauer-Gymnasium und es gab schon oft einzelne Aktionen dazu. Doch jetzt wurden, angeregt durch die Fairtrade-Town-Gruppe der Stadt Kleve, die Aktivitäten verstärkt und das Ziel „Fairtrade-Schule“ in Angriff genommen. Dazu mussten fünf Kriterien erfüllt und nachgewiesen werden. Als erstes wurde das Projekt in den verschiedenen Konferenzen vorgestellt und verabschiedet und eine Steuerungsgruppe aus Lehrern, Eltern, Schülern und Mitarbeitern des Ganztages in Leben gerufen. Wichtig dabei ist, dass die Hälfte aller Akteure Schüler sind. Die Steuerungsgruppe stellte einen Fairtrade-Kompass her, eine Art Jahresplan, und koordinierte die Umsetzung. Ihre erste Aktion war die Einführung von fairen Produkten in der Cafeteria. Diese wurden sofort und gerne angenommen. Dann wurde das Thema Fairer Handel in den Lehrplan von zwei Jahrgangsstufen, in Erdkunde Jahrgang 9 und in Politik Jahrgang 6 aufgenommen, und nach und nach projektorientiert unterrichtet. So ist als Teil des Projektes jede sechste Klasse der Schule für einen Verkauf von fairen Produkten an den Elternsprechtagen verantwortlich. Dabei wurde mit dem Weltladen Regenbogen der Unterstadt zusammengearbeitet. Zusätzlich wurden schulumfassende Aktionen organisiert. Dazu gehörten ein Malwettbewerb, eine größere Aktion am Tag der offenen Tür und mehrere Aktivitäten zum Stadtjubiläum oder zur Fairen Woche. Die Jüngsten spielten Puppentheater, bauten ein Kopfkino oder beteiligten sich am Flashmob in der Fußgängerzone. Die SV stellte ihre Nikolausaktion auf „Fairtrade“ um. Viele Aktionen wurden im Ganztag koordiniert und vorbereitet. Das Schulteam hat noch einige Ideen und wird nach der Zertifizierung weiter mit Aktionen das Projekt vorantreiben. Interessenten sind willkommen.

Die Zertifizierungsfeier wurde in einem würdigen Rahmen durchgeführt. Unser Schulleiter Herr Heinz-Bernd Westerhoff betonte die Bedeutung des Fairen Handels und von Fairness im Umgang mit den Menschen in Entwicklungsländern und auch hier. Das Engagement für Fairtrade wird auch zukünftig eine wichtige Rolle am KAG einnehmen. Das Schulteam stellte noch einmal die wichtigsten Aktivitäten ihrer Arbeit dar. Besonders im Ganztag wurden die Aktionen mit viel Kreativität vorbereitet und unsere Schüler der Unterstufe waren mit großem Einsatz dabei. Dann kam der Höhepunkt der Veranstaltung, die Auszeichnung.

Frau Welbers war von dem Engagement und der tollen Stimmung am KAG sehr beeindruckt
Frau Welbers würdigte die Fairtrade-Arbeit an der Schule und stellte noch einmal die Besonderheiten heraus. Am Ende überreichte sie Elias Janssen(Q1) und Lena Thimm(5A) stellvertretend für das Schulteam und die Schule die Urkunden der Auszeichnung. Die Schule bekam noch einen Ball, natürlich aus Fairtrade-Produktion. Der Ball soll symbolisch für die Fairtradebewegung am Rollen bleiben. Es soll weiter gehen. Unsere Schule ist jetzt Teil der Bewegung.
Unser stellvertretender Bürgermeister Herr Schmidt berichtete in seinem Beitrag von seinen Erfahrungen in Afrika, besonders von Benin, und er bot sich an auch in die Klassen zu kommen. Schön! Philipp Thissen, unser Schülersprecher, berichtete u.a. noch über die Nikolausaktion der SV, die ohne faire Nikoläuse nicht mehr so angenommen würde.
Als Gäste waren auch Vertreter der Weltläden und des Fairtrade-Town-Teams anwesend. Hier gibt es schon eine gute Zusammenarbeit mit der Schule, die noch weiter ausgebaut werden soll. Mit „Kopf, Herz und Hand“ und mit Teamgeist können wir ganz viel bewegen!

Lesen Sie hier außerdem den Bericht in der RP, sowie hier den in der NRZ.

Text: Hans Jörg Henning, Fotos: Hans-Jörg Henning / Wolfgang Tyssen                                                             

Konrad Adenauer Gymnasium Kleve

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