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Zwischen Panzern und Brautkleid – ein Besuch im Bevrijdingsmuseum in Groesbeek

Das Bevrijdingsmuseum in Groesbeek ist dafür bekannt, dass es die Geschichte der letzten Kriegsjahre im Raum Niederrhein aufarbeitet und seinen Besuchern anschaulich präsentiert. Dabei geht es insbesondere um die Operation “Market Garden”, mit der die Alliierten versuchten, das Grenzgebiet zu befreien.

Dieser wichtige Teil der deutsch-niederländischen Geschichte war Thema im Niederländisch-Unterricht der Q1. Die Kurse hatten sich einerseits mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und den Niederlanden befasst und sich andererseits in berühmte Romane vertieft, die sich mit der Kriegszeit beschäftigen: der fortgeführte Kurs las das Tagebuch von Anne Frank, der Leistungskurs “Het stenen bruidsbed” von Harry Mulisch.

“Hawaai ju?”

Der Besuch im Bevrijdingsmuseum lud nun dazu ein, die im Unterricht erworbenen Kenntnisse zu ergänzen, indem die vielen Ausstellungsstücke ihre ganz eigene Geschichte der Bevölkerung und ihrer Erfahrungen mit dem Krieg zeigten. Natürlich sah man die erwarteten Uniformen und fürchterliche Beispiele für NS-Propaganda; aber  auch ganz persönliche Stücke wie das aus einem übrig gebliebenen Fallschirm genähte Brautkleid oder den herzerwärmenden Liebesbrief eines niederländischen Mädchens an ihren kanadischen Freund, den sie in falsch geschriebenem Englisch verfasste – nämlich nach Gehör. “Hawaai ju?” ist demnach keine Reiseaufforderung zu einem der US-Bundesstaaten, sondern sollte schlichtweg bedeuten: “How are you?”

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich sichtlich beeindruckt von der Fülle der Exponate und von der Ausstellung an sich, die nicht schwarz und weiß urteilte, sondern “einfach nur” die Ereignisse am Niederrhein abbildete. Zum Abschluss kamen alle in der Ehrenhalle zusammen, in der die schlichte Anzahl der im Krieg allein in der Region um Groesbeek gefallenen Soldaten für Bestürzung sorgte.

Insgesamt bildete der Museumsbesuch einen gelungenen Abschluss zum Thema Deutschland, Niederlande und der Zweite Weltkrieg”.

Text / Fotos: Judith Keßler (mit Dank ans Bevrijdingsmuseum Groesbeek für die Genehmigung zur Bildveröffentlichung)

Konrad Adenauer Gymnasium Kleve

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